Volleyball-News aus Berlin & Brandenburg

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Mit Selbstvertrauen zum Spitzenreiter

Auf die Volleyballerinnen des SC Potsdam wartet eine schwere Aufgabe: Sie treten am Sonntag ab 14.30 Uhr beim Spitzenreiter der Bundesliga, dem MTV Allianz Stuttgart an. Dank des wiedergewonnenen Selbstvertrauens nach zwei Siegen in Folge reist das Team um Cheftrainer Davide Carli aber nicht gänzlich chancenlos in den Süden.

Die Siege gegen Wiesbaden (3:1) und Suhl (3:0) haben der Mannschaft einen ordentlichen Motivationsschub gegeben. Mit der veränderten Taktik „die doppelte Libera“ hat das SC-Team die nötige Sicherheit in der Annahme und Abwehr wiedergefunden und zeigte sich zuletzt auch im Angriff variabler und durchschlagskräftiger. Diagonalangreiferin Marta Drpa ist gar zur Topscorerin der Liga aufgestiegen. Doch auch Anne Hölzig und Mittelblockerin Ivona Svobodnikova konnten in den vergangenen zwei Spielen ordentlich punkten und machten damit die Variabilität im Potsdamer Angriff deutlich. Um gegen Stuttgart etwas Zählbares mitnehmen zu können, müssen die Potsdamerinnen allerdings einen Sahnetag, ähnlich wie in Wiesbaden, erwischen.

Der amtierende Pokalsieger, der am Tag zuvor schon gegen den VCO Berlin spielt, will in den noch ausstehenden Spielen seine Spitzenposition vor Schwerin und Dresden verteidigen. Ein 6-Punkte-Wochenende mit Siegen gegen den VCO und Potsdam würde sie in ihrem Vorhaben ein großes Stück voranbringen. Doch auch die Carli-Truppe blickt nach den neuerlichen Erfolgen wieder nach oben in der Tabelle: Der schwächelnde USC Münster ist mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz 7 noch in Reichweite.

Das Trainerteam wird die Partie in Stuttgart allerdings auch schon dafür nutzen, sich die Taktiken des Gegners ganz genau anzugucken, schließlich sind die Schwaben ein möglicher Gegner im Play-Off-Viertelfinale. Sollte Stuttgart auf Platz 1 bleiben und die Potsdamer auf Rang 8 verbleiben, gäbe es im März ein Wiedersehen. Da der SC Potsdam allerdings lieber gegen Dresden oder Schwerin die Play-Offs bestreiten möchte, werden sie am Sonntag alles für einen Punktgewinn geben, um entweder noch vor auf den siebten Rang zu rücken oder die Stuttgarter noch von Platz 1 zu stoßen. Es bleibt ein spannendes Saisonfinale.


Zum 90. Geburtstag beim Bundesligaspiel des SC Potsdam

Zu seinem 90. Geburtstag hat der Dahlewitzer Volleyballenthusiast Joachim Hornung Karten für das Bundesligaspiel der Damenmannschaft des SC Potsdam gegen den VfB Suhl 91 am 10. Februar 2018 geschenkt bekommen. Nach dem Spiel wurde Herrn Hornung eine besondere Ehrung durch Sportdirektor Toni Rieger zu teil. Er erhielt im Beisein der siegreichen Mannschaft einen Fanschal und einen signierten Volleyball überreicht. Die Spielerinnen und der Sportdirektor waren erstaunt zu hören, dass Joachim Hornung noch jeden Montag am Aufwärmtraining des Blau-Weiß Dahlewitz teilnimmt, um sich weiterhin körperlich fit zu halten und den Austausch mit den Sportfreunden aufrecht zu erhalten.

Die Potsdamerinnen gewannen das Spiel glatt mit 3:0. Begeistert zeigte sich der 90-jährige von dem hohen Niveau des Spiels und der großen MBS-Arena im Potsdamer Olympiapark und versprach sogleich Sportdirektor Rieger zu den Play-Offs mit Fanschal wieder zu kommen. Hornung, der an diesem Abend von der ersten Reihe das Spiel verfolgt hat : „Wenn wir solch eine Bundesligadamenmannschaft ganz in der Nähe haben, sollte eigentlich jeder Volleyballfan diese Spiele unbedingt besuchen, die zudem vom Eintrittspreis sehr erschwinglich sind:“


Volleyball-Mädels sichern mit 3:0-Sieg Platz 8 ab

Mit 3:0 (25:16, 25:15, 25:9) gewann der SC Potsdam am Samstagabend gegen den VfB Suhl. Mit dem Überraschungssieg vom vergangenen Mittwoch im Rücken, einer großen Portion Selbstvertrauen und dem Willen, den 8. Platz abzusichern gelang den SC-Mädels in der heimischen MBS-Arena der erhoffte Erfolg gegen den Tabellennachbarn.

Somit können sie nun so gut wie sicher mit den Play-Offs rechnen. Der Blick geht sogar nach vorne. Wenn das Team um Cheftrainer Davide Carli seine gute Form fortführen kann, ist Platz 7 noch in Reichweite.

Wie beflügelt begann der SC Potsdam und lag schnell mit 8:2 vorne. Carli begann wie bereits in Wiesbaden mit Marta Drpa auf Diagonal, Anne Hölzig und Antonia Stautz auf Außen, Ivona Svobodnikova und Lisa Gründing im Mittelblock, mit Zuspielerin Denise Imoudu und dem Libera-Duo Ljubica Kecman und Sophie Dreblow. Beim 16:7 war der erste Satz schon vorentschieden.

Auch im zweiten Satz ließen die Hausherrinnen keine Zweifel an einem Sieg aufkommen: Über 8:4, 16:6 und 21:14 machten sie auch hier kurzen Prozess. Der dritte Satz ist noch schneller erzählt: Aufschläge, Angriffe und auch die Abwehr funktionierte einwandfrei und so war beim 25:9 bereits die Partie entschieden und die Suhlerinnen, die sich noch Hoffnungen auf den letzten Play-Off-Platz machten, konnten dieses Vorhaben nun endgültig ad acta legen.

Herausragende Akteurin auf Seiten der Potsdamerinnen war neben Marta Drpa, die 20 Punkte beisteuerte, Kapitänin Ivona Svobodnikova mit 12 Zählern. Die 27-Jährige sagte nach der Partie gegenüber der MAZ: „Natürlich wollten wir dieses Spiel unbedingt gewinnen, um den achten Platz zu sichern. Trotzdem sind wir nach dem Sieg in Wiesbaden ruhig geblieben. Wir wussten, dass wir im Moment gut drauf sind. Das hat sich dann auch im Spiel gezeigt. Wir haben mit viel Spaß agiert, weil wir immer besser ins Spiel gekommen sind und Suhl klar dominieren konnten. Wenn das Selbstvertrauen da ist und ein bisschen Glück dazu kommt, kann das Siegen so einfach sein. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht.“

Am nächsten Sonntag wartet nun mit dem MTV Stuttgart eine schwere Auswärtsaufgabe auf den SC. Doch in der aktuellen Form und den zwei wichtigen Siegen können sie beim aktuellen Spitzenreiter der Liga frei aufspielen.


Netzhoppers SolWo Königspark KW machen den Sack nicht zu

Wutentbrannt schmiss Netzhoppers-Coach Mirko Culic nach dem Ende des Volleyball-Bundesligaspiels gegen die SWD powervolleys Düren seine Taktiktafel, die dabei zerbrach, auf den Hallenboden. Sein Team unterlag nach einer sehr guten Vorstellung in 74 Spielminuten dem Tabellenvierten mit 0:3-Sätzen (25:27, 24:26, 25:27).

Nach dieser Niederlage dürfte es für die Dahmeländer aussichtslos  geworden sein, im Kampf um Play-Off-Rang acht  noch ein Wörtchen mitzureden. Bei verbleibenden fünf Saison-Partien beträgt der Rückstand auf den achten Platz, den aktuell der TSV Herrsching inne hat, acht Zähler.

„Uns fehlte einfach das Quäntchen Glück, um einen Satz, in dem wir bereits klar führten, einmal für uns zu gestalten“, sagte Culic, der damit sicherlich den ersten Durchgang meinte, in dem seine Truppe vor 475 Zuschauern in der Landkost-Arena gegen das Liga-Spitzenteam aus Nordrhein-Westfalen bereits zweimal mit fünf Punkte vorne lag (17:12, 19:14). Doch in der Schlussphase des spannenden Durchganges produzierten die Netzhoppers zu viele Aufschlagfehler, sodass sich die powervolleys diesen Satz noch mit 27:25 holen konnten. „Wir hatten eigentlich alles gegen einen am heutigen Tag sicherlich schlagbaren Gegner im ersten Abschnitt im Griff“, ärgerte sich der Netzhoppers-Trainer über den Ausgang des ersten Satzes, „gewinnen wir diesen, geht das Match sicherlich ganz anders aus.“

Auch in den folgenden beiden Durchgängen zeigten die Hausherren ihren Fans eine tolle Leistung, die in den entscheidenden Spielsituationen jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Auch im zweiten Abschnitt lagen die Netzhoppers kurz vor dem Satzende vorn (20:19). Erneut zeigten die Dürener die besseren Nerven und holten sich diesen Durchgang noch mit 26:24).

Richtig brisant wurde es in der Schlussphase des letzten Satzes, in dem die Netzhoppers bereits  fünf Matchbälle des Gegner abwerten. Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Sascha Kalek und Theo Timmermann brachte der sechste Matchball doch noch den 27:25-Erfolg. „Obwohl wir in diesem Jahr nicht in den Play-Offs vertreten sein werden, wird meine Mannschaft in den verbleibenden Spielen alles geben, um eventuell die eine oder andere Überraschung doch noch zu schaffen“, kündigt Culic an.

Der Spieltag wurde von der VS Bürgerhilfe präsentiert. Bilder zum Spiel gibt es bei Dagmar Jaschen und Wolfgang Purann.

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Fotos: SC Potsdam – VfB Suhl Lotto Thüringen


Großen Schritt Richtung Play-Off machen

Mit einem Sieg am morgigen Samstag gegen den VfB Lotto Suhl kann der SC Potsdam einen großen Schritt in Richtung Play-Off-Qualifikation machen. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr, bereits um 15 Uhr findet das Spiel der 2. Mannschaft in der 3. Liga gegen den 1.VC Parchim in der MBS-Arena statt.

„Wir dürfen nicht wegwerfen, was wir uns am Mittwoch mit dem Sieg in Wiesbaden erarbeitet haben“, sagt Cheftrainer Davide Carli. Mit einer guten Taktik, starken Aufschlägen, einem präsenten Block und durchschlagskräftigen Angriffen gelang der 3:1-Überraschungserfolg. Seine Mannschaft müsse auch gegen den Tabellenneunten dieselbe Einstellung und Energieleistung wie beim Sieg vor wenigen Tagen zeigen. Mit weiteren drei Punkten wächst das Punktekonto der Potsdamer auf 19 Zähler an, damit hätte man bei einem Spiel weniger ein Polster von sieben Punkten auf die Verfolger aus Suhl. Denn nur die ersten acht Plätze qualifizieren für die Play-Offs, welche nach einer schlechten Saison nun das Minimalziel für den SC darstellen. Als Tabellenachter treffe man im Viertelfinale auf ein Topteam der ersten Drei. Noch ist nicht klar, wer von Dresden, Schwerin und Stuttgart das Rennen um die Spitzenposition unter sich ausmacht und dann auf den SC Potsdam treffen würde. Sportdirektor Toni Rieger wünscht sich Schwerin oder Dresden: „Diese Teams sind Zuschauermagnete und die Reisekosten wären nicht so hoch, wie wenn es nach Stuttgart ginge.“ Doch dies ist noch Zukunftsmusik, erst einmal muss der achte Platz abgesichert werden. Ein Sieg gegen den direkten Verfolger wäre dafür viel wert.

Fünf Spieltage stehen in der Hauptrunde noch auf dem Programm. Einschließlich der Partie am Samstag sind es noch drei Heimspiele. Der Heimspieltag am Samstag ist ein besonderer. Der SC Potsdam lädt zum großen Doppelspieltag ein. Denn bereits um 15 Uhr findet in der MBS-Arena das Meisterschaftsspiel der 2. Mannschaft gegen den 1. VC Parchim statt. Das Team von Björn Matthes steht auf dem 5. Tabellenplatz der 3. Liga Nord und empfängt den Tabellenachten auf der großen Bühne. Die Tickets vom Bundesligaspiel gelten auch für das Drittligaspiel, Dauerkartenbesitzer haben ebenfalls kostenfreien Eintritt zu dem Spiel der SC-Talente. Einlass ist um 14 Uhr, für das Abendspiel öffnen die Tore um 17.30 Uhr. Für gute Unterhaltung in den Satzpausen sorgen am Abend die kleinen Turnerinnen und Turner des SC Potsdam mit akrobatischen Einlagen.


Moskitos im Anflug aufs Dahmeland

Gegen ein Spitzenteam der Volleyball-Bundesliga müssen die Netzhoppers SolWo Königspark KW am Samstagabend antreten. Um 19 Uhr ist der Tabellenvierte SWD powervolleys Düren in der Landkost-Arena zu Gast. Im Hinspiel am 11. November waren die Dahmeländer chancenlos. Nach nur 77 Spielminuten gewannen die powervolleys dieses Match mit 3:0-Sätzen. Ein Wiedersehen gibt es in der Partie gegen Düren mit dem 2,05 m  großen Tim Broshog. Der Nationalspieler trug von 2007 bis 2008 eine Saison lang das Trikot der Netzhoppers. „Das Match wird für meine Jungs ein echter Gradmesser werden, da Düren eine der besten Mannschaften in der Bundesliga ist“, weiß Netzhoppers-Trainer Mirko Culic, der von 2006 bis 2008 für zwei Jahre als Coach beim Gegner unter Vertrag stand, „ich bin froh, dass unsere Fans die Möglichkeit haben, Topteams, wie zum Beispiel Düren eins ist, in unserer Halle begrüßen zu können. In der Vergangenheit waren die Duelle gegen die Truppe aus Westdeutschland immer sehr interessant. Ich hoffe, dass die Halle tobt und die Heimfans uns lautstark unterstützen.“

Gegen die Truppe aus Nordrhein-Westfalen muss Culic weiterhin auf seinen Außenangreifer Filip Gavenda verzichten. „Er wird mindestens noch zwei weitere Wochen fehlen, da er nach seiner Knieverletzung weiterhin ein Sprungverbot von Teamarzt Kai Dragowsky verordnet bekommen hat“, so Culic, „auch Björn Andrae quält sich mit Knieschmerzen herum. Bei ihm gehe ich aber davon aus, dass er spielen wird.“

SWD-Coach Stefan Falter hat ebenfalls mit einigen Aufstellungsproblemen zu kämpfen. So fehlt ihm mit Dirk Westphal, der an einem Fingerbruch laboriert, ein wichtiger Eckpfeiler in seinem Team. Auch Westphal ist im Dahmeland kein Unbekannter. Vor der Saison 2016/2017 waren sich die Offiziellen und der Spieler bereits über eine Verpflichtung einig. Westphal nahm aber relativ kurzfristig noch ein lukratives Angebot des iranischen Clubs Shahrdari Täbris an. Seit 2017 ist der 78-fache Nationalspieler bei den powervolleys unter Vertrag. Ebenfalls steht hinter dem Einsatz von Romans Sauss noch ein dickes Fragezeichen, da er die letzte Partie seines Teams verletzungsbedingt verpasste. Gerade an Sauss haben die Netzhoppers nicht wirklich gute Erinnerungen. Im November-Match war es der lettische Auswahlakteur, der beim Stand von 24:21 für die Brandenburger im dritten  Satz mit vier erfolgreichen Aufschlägen dafür sorgte, dass sein Team diesen Durchgang noch mit 27:25 erfolgreich beendete. „Ich glaube, es ist für uns nicht wirklich ein großer Vorteil, wenn diese beiden Spieler gegen nicht mit dabei sind, denn der Kader von Düren ist so stark, dass solche Ausfälle relativ problemlos kompensiert werden können“, weiß Culic, „sollte Sauss jedoch wieder gesund sein, dann werden wir versuchen, mit einer Vierer-Annahme-Reihe seine knüppelharten Aufschläge in den Griff zu bekommen.“

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Überraschungscoup in Wiesbaden gelandet

MAZ – Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben in der Bundesliga am Mittwoch für eine Überraschung gesorgt. Das Team von Trainer Davide Carli gewann beim Tabellenvierten in Wiesbaden mit 3:1. Der Coach hatte dafür eine besondere Taktik.

Nach zwei 0:3-Niederlagen in Folge haben sich die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Mittwochabend eindrucksvoll zurückgemeldet und im TV-Spiel der Bundesliga Werbung in eigener Sache betrieben. Denn der Tabellenachte setzte sich beim Vierten VC Wiesbaden vor 1517 Zuschauern überraschend deutlich mit 3:1 (25:21, 25:22, 17:25, 25:18) durch.

Ein Sieg zum Genießen

„Das ist endlich mal ein Sieg zum Genießen“, sagte Trainer Davide Carli. „Wir haben in dieser Saison viel Kritik einstecken müssen. Diesmal haben wir unser Konzept konsequent durchgespielt. Nur im dritten Satz hatten wir einen kleinen Hänger.“ Als Schlüssel zum Erfolg nannte er die Energie und Konzentration seines Teams. „Wir waren von Anfang an von uns überzeugt, haben in allen Elementen viel Energie gezeigt, egal ob in der Annahme, im Block, im Angriff oder beim Aufschlag.“ Vor allem Letzteres klappte diesmal, die Quote stimmte. Denn neun Aufschlagfehlern standen am Ende 13 Aufschlagpunkte gegenüber.

Taktisch variabel

Carli hatte taktisch erneut ein paar Veränderungen vorgenommen. Anne Hölzig bot mit Antonia Stautz ein starkes Duo auf Außen-Annahme. Ljubica Kecman wechselte sich auf der Libera-Position mit Sophie Dreblow ab. Im Zuspiel lösten sich Denise Imoudu und Ann-Marie Knauf ab, wobei letztere im entscheidenden vierten Satz auf dem Feld stand und den Sieg entscheidend mit nach Hause brachte. Die Krönung der besten Saisonleistung – das sah auch Carli so – war sicher der Auftritt von Marta Drpa. Die Diagonalangreiferin ragte mit 24 Punkten heraus und gewann das „interne Duell“ auf der Hauptangriffsposition gegen Wiesbadens Kimberly Drewniok (19 Punkte), die vorige Saison noch das Potsdamer Trikot trug und die Nummer zwei auf dieser Position hinter Drpa war.

Drpa, Knauf und Hölzig ragen heraus

Im Carli-Team bot ebenso Anne Hölzig (18 Punkte) mit einer Angriffsquote von 62 Prozent (13 Punkte aus 21 Angriffen) eine starke Vorstellung, was den Coach hinterher zu der scherzhaften Bemerkung verleitete: „Anne ist im Training immer stark. Gut, dass wir diesmal dank des Fernsehens an einem Mittwoch gespielt haben.“ Die harten Schmetterbälle der 20-jährigen Außenangreiferin waren für die Wiesbadener kaum abzuwehren, wenn das Zuspiel vorher stimmte.

Im vierten Satz führten die Potsdamerinnen schnell mit 9:1, ließen sich auch durch Fehlentscheidungen der Schiedsrichter nicht aus dem Konzept bringen. Beim 11:8 nahm Carli bereits seine zweite Auszeit und konnte sein Team wieder fokussieren. Der Rest war für die Galerie und zum Genießen. Aber der Italiener mahnte auch: „Was wir heute verdient haben, dürfen wir am Samstag gegen Suhl nicht wegwerfen.“

Von Peter Stein


Volleyball-Trainerteam verlängert bis 2020

Potsdams Trainer Davide Carli und sein Co-Trainer Ricardo Boierie haben ihre Verträge beim SC Potsdam bis 2020 verlängert. Am Mittwoch tritt der SC beim VC Wiesbaden an.

Mit der vorzeitigen langfristigen Bindung des Trainerteams setzt der Verein ein deutliches Zeichen in der aktuellen sportlich gesehenen unbefriedigenden Situation. „Wir sehen nicht nur die Spieltage, wir sehen vor allem die tägliche Arbeit des Trainerteams, die akribische Vorbereitung auf die nächsten Spiele, die akribische Videoanalyse des Gegners, das tägliche Arbeiten mit den Spielerinnen“, erklärt Sportdirektor Toni Rieger die Vertragsverlängerung.

Jüngster Abwehrblock der Liga

Davide Carli hatte eine sensationell gute Premierensaison als Cheftrainer in der Bundesligasaison 2016/17: Mit Platz vier nach der Hauptrunde und dem Erreichen des DVV-Pokalhalbfinales gelang dem SC Potsdam seine bis dato beste Bundesligasaison. Der Zuspruch und die Euphorie unter den Potsdamer Fans war groß, doch ebenso groß war zu Beginn der aktuellen Saison die Erwartung an das Team. Und umso größer ist nun die Enttäuschung angesichts des 8. Tabellenplatzes. Toni Rieger erklärt die Situation folgendermaßen: „Mit Lisa Rühl, Roslandy Acosta und Wiebke Silge haben wir zwar nur drei Spielerinnen verloren, uns ist es aber nicht gelungen, diese Abgänge zu kompensieren. Gerade Lisa und Rosi haben uns in der Annahme eine enorme Sicherheit gegeben, die wir mit unserem sehr jungen Abwehrblock in dieser Saison nicht herstellen können.“ Mit der 19-jährigen Libera Sophie Dreblow, der 20-jährigen Anne Hölzig, der 22-jährigen Natasa Cikiriz und den 24-jährigen Antonia Stautz und Ljubica Kecman stellt der SC Potsdam nach dem VCO Berlin die jüngste und unerfahrenste Abwehr der Liga. „Mit Lisa Rühl und Anne Hölzig oder Rosi Acosta und Sophie Dreblow als Abwehrgespann sehe die Situation sicherlich anders aus. Aber nun ist es so.“

Spielerin, die das Team zusammenhält, fehlt

Den SC-Verantwortlichen war schon vor der Saison klar, dass die Mannschaft Zeit brauche, nun müssen sie jedoch einsehen, dass die Abgänge nicht zu ersetzen waren. Die finanziellen Mittel, um auf dem Transfermarkt noch einmal für Verstärkung zu sorgen, haben sie nicht. „Ausgenommen der drei Mannschaften an der Spitze, muss es bei allen anderen Vereinen von Saisonbeginn an mit dem Kader passen. Dazu gehört immer auch etwas Glück“, so Rieger. In der Saison 2016/17 hatten die Potsdamer dieses Glück: „Da hat das Gleichgewicht in der Mannschaft komplett gestimmt. Die erfahrenen Spielerinnen haben den Jüngeren die Sicherheit gegeben.“ Roslandy Acosta verschaffte dem SC Potsdam als Vorjahres-MVP den nötigen Respekt beim Gegner, auch die Verpflichtung der serbischen Diagonalangreiferin Marta Drpa schinderte bei den gegnerischen Trainern Eindruck. Hinzu kam, dass man mit Lisa Rühl eine der besten deutschen Libera im Team hatte. Die drei Spielerinnen und Kapitänin Ivona Svobodnikova waren es auch, die das Team in schwierigen Situationen in der vergangenen Saison zusammengehalten haben. „In der laufenden Spielzeit fehlt uns solch eine Spielerin“, sagt Rieger. Marta Drpa und Ivona Svobodnikova können diese Position nicht komplett ausfüllen.

Rieger: „Wir wollen den Weg weitergehen“

So wurde mit der Kaderplanung für die kommende Saison bereits begonnen. „Wir wollen unseren Weg mit jungen deutschen Spielerinnen natürlich weitergehen“, beteuert Rieger. Und auch für den Rest der Saison habe man sich noch eine Menge vorgenommen: „Wir wollen uns noch so teuer wie möglich verkaufen und uns auf die Play-Offs vorbereiten.“ Am vergangenen Mittwoch gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Schwerin ist das schon gut gelungen. Trotz der 0:3-Niederlage bot man dem Favoriten zeitweise ein spannendes Duell. Auch durch die neuen Ideen des Trainerteams, das überraschend Ljubica Kecman auf der Liberaposition aufbot und Natalie Wilczek für Nationalspielerin Lisa Gründing im Mittelblock spielen ließ. Dabei war dies keine Degradierung der beiden ausgewechselten Spielerinnen, sondern vielmehr eine nötige Pause, die der Trainer den beiden geschaffen hat. „Charlie will seine Spielerinnen schützen. Die Gegner hatten sich auf Sophie eingeschossen, sie hatte in den letzten beiden Spielen ihre Stärke in der Annahme nicht mehr wirklich ausspielen können. Um neue Motivation zu tanken, hat Charlie sie pausieren lassen.“ Ähnliche Gründe gab es für die Auswechslung von Lisa Gründing, deren Motivation nach dem anstrengenden Nationalmannschaftssommer und der bisherigen nicht leichten Saison scheinbar erst einmal aufgebraucht war. „Wir haben ein Trainerteam, das immer wieder neue Ideen, neue Lösungsansätze einbringt. Das haben wir gegen Schwerin gesehen. Charlie gibt nie auf. Er sucht akribisch nach Möglichkeiten und das schätzen wir sehr an ihm“, so Toni Rieger.

Play-Offs gut spielen

Die primäre Zielstellung gilt nun dem Erreichen der Play-Offs, dafür muss Tabellenplatz 8 verteidigt werden. „Wir werden alles geben, um dann in den Play-Offs gut zu spielen“ sagt der Sportdirektor, der sich im Viertelfinale am liebsten den Dresdner SC oder Schwerin als Gegner wünscht. „Dresden und Schwerin sind immer Zuschauermagnete. Gerade in dieser Situation brauchen wir die Unterstützung des Publikums. Die Zuschauer können das Team positiv pushen und den Funken Hoffnung auf das Halbfinale vielleicht zu einem Feuer entfachen.“


Netzhoppers SolWo Königspark KW feiern Auswärtssieg

Der Coach des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers SolWo Königspark KW, Mirko Culic, feiert heute seinen 55. Geburtstag. Das passende Geschenk dazu bereitete ihm seine Mannschaft einen Tag zuvor, die das Auswärtsspiel bei den Bergischen Volleys Solingen verdient nach 109 Spielminuten mit 3:1-Sätzen (25:23, 23:25, 25:21, 25:19) gewannen. Bereits das Hinspiel konnten die Dahmeländer klar mit 3:0-Sätzen gegen das weiterhin punktlose Ligaschlusslicht für sich entscheiden.

Nach dem fünften Saisonsieg können die Netzhoppers wieder etwas Hoffnung im Kampf um Play-Off-Rang acht schöpfen. Mit momentan 13 Zähler rangieren sie auf dem neunten Tabellenrang. Achter sind zurzeit die Volleyball Bisons Bühl, die 20 Zähler auf ihrer Habenseite verbuchen können. Bei noch sechs auszutragenden Spielen besteht also noch die theoretische Möglichkeit, am Ende der regulären Saison die Bisons noch vom achten Tabellenrang zu verdrängen.

Allerdings ist das Restprogramm der Netzhoppers alles andere als leicht, denn mit zum Beispiel Düren, BR Volleys und RheinMain geht es noch in den verbleibenden Partien gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte. „Natürlich wird es nicht einfach werden, noch in die Play-Offs einzuziehen. Solange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir auch alles versuchen, das Unmögliche noch zu schaffen“, so Routinier Björn Andrae, der beim Erfolg in Solingen zehn Zähler zum Sieg beitragen konnte. Bester Angreifer war Theo Timmermann, der insgesamt 16 Punkte erzielte.

Vor 450 Zuschauern in der Lange-Sporthalle zeigten die Teams im ersten Satz ein Duell auf Augenhöhe. Mit etwas Glück ging dieser Durchgang an die Truppe aus KW (25:23), die auch im zweiten Abschnitt eigentlich alles im Griff hatte, jedoch bei einer eigenen 23:21-Führung etwas unkonzentriert wirkte. So nutzten die Gastgeber die Gunst der Stunde und holten sich den zweiten Satz nach  27 Minuten mit 25:23. Nach einer ordentlichen Ansprache von Culic an seine Mannschaft gingen die folgenden beiden Abschnitte mit 25:21 und 25:19 an die Netzhoppers.

 

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