Volleyball-News aus Berlin & Brandenburg

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Überraschung in Dresden gelang nur im ersten Satz

MAZ – Den Coup aus dem Hinspiel konnten die Volleyballerinnen des SC Potsdam gestern nicht wiederholen. Hatten die Potsdamerinnen zum Start in die Bundesliga im Oktober noch mit 3:2 gegen den Dresdner SC gewonnen und so dem Tabellenführer die bisher einzige Niederlage der Saison zugefügt, so gab es am Mittwochabend in der sächsischen Landeshauptstadt vor 2600 Zuschauern in der Margon-Arena eine 1:3 (25.22, 19:25, 20:25, 11:25)-Niederlage.

Die Gäste erwischten zunächst einen schlechten Start, lagen gleich 0:4 zurück. Dann fing sich das Team von Trainer Davide Carli schnell und ging beim 9:8 erstmals in Führung. Vor allem dank einer starken Marta Drpa – die Diagonalangreiferin machte insgesamt 22 Punkte – konnten die Potsdamerinnen groß aufspielen. Auf der Außen-Annahme-Position hatte Carli mit Ljubica Kecman und Anne Hölzig begonnen. Doch Letztere baute stark ab und verballerte zu viele Bälle, wurde im zweiten und vierten Satz auch ausgewechselt. Leider überzeugten die Potsdamerinnen nur im ersten Satz und konnten den Überraschungsmoment nicht nutzen. Während sich die Dresdnerinnen, bei denen Mitte des ersten Satzes auch wieder Stammzuspielerin Mareen Apitz zum Zuge kam, steigerten. „Im ersten Satz hatten wir erhebliche Probleme in der Annahme“, monierte DSC-Trainer Alexander Waibl. „Während Marta Drpa aus allem einen Punkt machte. Doch über die Wechsel sind wir dann dominanter geworden und Potsdam hat immer mehr abgebaut. Am Ende war der Sieg kein Problem mehr.“

Marta Drpa verhindert Schlimmeres

Auch im zweiten Satz hatten die Potsdamerinnen den Auftakt total vermasselt, lagen 1:6 zurück. Dann kam das Team bis auf 9:10 heran, aber eine Wende wie im ersten Satz gelang nicht mehr. Vom 12:11 bis zum 17:11 machten die Waibl-Schützlinge fünf Punkte in Folge und sorgten so für eine Vorentscheidung.

Im dritten Satz waren die Potsdamerinnen bis zum 9:10 dran, leisteten sich dann aber wieder vier Eigenfehler in Folge. Der in dieser Saison so oft beobachtete Schlendrian war erneut allgegenwärtig. Da halfen auch die Auszeiten von Carli nicht mehr, der nahe am Verzweifeln war. Nichts wollte mehr gelingen. Das spielte den Sächsinnen in die Karten, die sich nicht mehr überraschen ließen.

Im vierten Satz rutschten die Gäste nur hauchdünn an der Höchststrafe vorbei, schafften dank Kapitän Ivona Svobodnikova wenigstens noch elf Punkte und verhinderten so die einstellige Watsche. Die überragende Finnin Piia Korhonen verwandelte mit ihrem 24. Punkt den Matchball für den Spitzenreiter zum 3:1-Sieg.

Carli war nach der Partie enttäuscht: „Wenn du gegen einen Spitzenmannschaft wie Dresden spielst und du eine Chance haben willst, dann müssen alle kämpfen. Doch wir sind an der mangelnden Einstellung einiger Spielerinnen gescheitert. Sie haben uns alles kaputt gemacht.“ Einzig Marta Drpa nahm der Coach aus der Kritik aus. „Marta hat uns im Spiel gehalten, sie war die einzige, die auf dem Niveau von Dresden mithalten konnte. Aber unsere Mannschaft ist nicht von diesem Niveau. Das hat das Spiel deutlich gezeigt.“

Bereits am Sonntag müssen die Potsdamerinnen, die nach der achten Saisonniederlage weiter auf Platz acht der Tabelle liegen, beim Liga-Sechsten USC Münster erneut in der Fremde antreten.

Von Peter Stein


Volleyballtrainer Davide Carli ist Vater geworden

Volleyball-Cheftrainer Davide Carli ist am Abend des 16. Januar 2018 Papa geworden.
Der kleine Matteo ist um 19.15 Uhr mit einer echten Volleyballgröße von 57cm und einem Gewicht von 3680g gesund und munter zur Welt gekommen.
Der gesamte SC Potsdam freut sich mit Charlie und seiner Frau und wünscht der kleinen Familie alles Gute!


Sport- und Business-Club 94 beim Bobweltcup

Der vom SC Potsdam initiierte Sport- und Business-Club 94 wird mit Leben gefüllt. Am ersten Januarwochenende ging es für einige Vertreter und Vertreterinnen des Sponsorenclubs nach Altenberg zum Bob-Weltcup.

Es war ein dramatisches Weltcup-Wochenende für die Potsdamer Anschieber. Erst wurden Pilot Nico Walther und Christian Poser im Zweierbob disqualifiziert und dann fuhren sie mit voller Konzentration zum Sieg in der Königsklasse und bescherten Kevin Kuske damit ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk.

Die SC Potsdam-Sponsoren waren begeistert von der Spannung und dem Erfolg. Es war ein rundum gelungener Ausflug.


Rückrunde startet in Dresden

Mit hoffentlich genügend Selbstvertrauen startet für den SC Potsdam am Mittwoch um 19 Uhr die Rückrunde mit dem Auswärtsspiel beim Dresdner SC.

Die Partie wird live auf Sport1 im FreeTV gezeigt und sollte nicht nur deswegen reich an Spannung sein. Rein die Fakten betrachtet, scheint es zunächst eine klare Angelegenheit für Dresden zu werden: Das Team von Alexander Weibl steht mit elf Siegen aus zwölf Spielen auf dem Spitzenplatz der Bundesliga-Tabelle, der SC Potsdam rangiert hingegen mit nur vier Siegen auf Platz 8. Mit Piia Korhonen stellt der Dresdner SC die aktuelle Topscorerin der Liga, Marta Drpa – Potsdams beste Punktesammlerin – liegt mit 29 Punkten weniger auf Platz 4 dieses Rankings. Der Dresdner Angriffseffizienz von 29,9% (Spitzenwert in der Liga) stehen lediglich 17,2% (Platz 9) der Potsdamer gegenüber. Ähnlich sieht es mit der Zuspieleffizienz aus: 29,7% zu 16,7%.

Doch bei all diesen Zahlen sollte man nicht vergessen, dass die einzige Niederlage der Dresdnerinnen auf den SC Potsdam zurück zu führen ist. Am ersten Spieltag der Saison sahen die Zuschauer in der MBS-Arena ein spannungsgeladenes, hart umkämpftes Spiel, welches mit 3:2 an die Gastgeberinnen ging. Und so dürfen die Potsdamer Fans auch dieses Mal hoffen. Zudem zeigt der Trend der SC-Mannschaft nach oben. Gegen Aachen zeigten Ivona Svobodnikova und Co. eine beherzte, kämpferische Leistung und musste sich am Ende nur knapp und unglücklich mit 2:3 geschlagen geben. Der 3:0-Sieg am Samstag beim VCO Berlin sollte weiteres Selbstvertrauen gegeben haben und mögliche taktische Spielzüge konnten bereits getestet werden.

„Dresden spielt derzeit seine vielleicht beste Saison“, sagt der Potsdamer Trainer Davide Carli und lobt vor allem deren Zuspielerin Mareen Apitz. „Aber ich glaube auch, Dresden hat Respekt vor uns. Nicht nur wegen der Niederlage zum Saisonstart“, sagte Carli. „Den Respekt müssen wir uns wieder verdienen. Wir sind natürlich nur Außenseiter und Dresden der Favorit. Aber schon bei der 1:3-Niederlage im Pokal-Viertelfinale in Dresden haben wir teilweise ein gutes Spiel gezeigt. Aber wir müssen schon über uns hinauswachsen, um in Dresden eine Chance zu haben“, so der Italiener weiter.


Pflichtsieg (fast) im Schnelldurchgang

MAZ – Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben den Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten der Bundesliga, VC Olympia Berlin, mit 3:0 eingefahren. Kontrastprogramm folgt: Am Mittwoch wartet Spitzenreiter Dresdner SC.

Im dritten Satz war er auf einmal wieder da: der Schlendrian, der den Volleyballerinnen des SC Potsdam in dieser Bundesliga-Saison das Leben so schwer macht. Ein Aufschlagfehler da, eine schwache Annahme hier – und schon war der Vorsprung wieder dahin. Aber der Favorit wackelte nur kurz, gewann am Samstagabend schließlich glatt mit 3:0 (25:20, 25:14, 25:21) gegen den VC Olympia Berlin. Die Pflichtaufgabe gegen das sieg- und punktlose Tabellenschlusslicht war schnell abgehakt. Schon geht der Blick nach vorn – Kontrastprogramm im Spielplan der Frauen-Bundesliga. Denn bereits am Mittwoch müssen die Potsdamerinnen beim Spitzenreiter Dresdner SC antreten.

Veränderung auf Außen-Annahme

Mit dem 71 Minuten kurzen Auftritt beim U20-Talenteteam in der Hauptstadt war SC-Trainer Davide Carli „insgesamt zufrieden“. Der Italiener sagte: „Zweieinhalb Sätze haben wir das umgesetzt, was ich taktisch vorgegeben hatte. Die Positionen haben gestimmt. Angriff und Aufschlag waren in Ordnung.“ Erstmals kam Antonia Stautz auf der Außen-Annahme-Position für Anne Hölzig neben Ljubica Kecman von Anbeginn zum Einsatz. „Antonia hat ihre Sache gut gemacht. Vor allem am Ende, als wir ein wenig gewackelt haben, gab sie unserem Spiel Sicherheit“, bemerkte Carli, der das nicht als eine Entscheidung gegen Anne Hölzig und Natasa Cikiriz werten wollte. „Ich schaue immer, wie in der vergangenen Woche trainiert wurde. Das heißt auch nicht, dass Anne und Natasa schlecht trainiert haben. Ich war mit der Einstellung der Mannschaft zufrieden. Ich habe ihr gesagt, wir dürfen gegen den VCO nicht nachlassen, müssen konzentriert bleiben. Leider hat das nicht ganz durchgängig geklappt.“

Im dritten Satz wird es noch mal eng

So wurde es nach zwei überlegen geführten Sätzen im abschließenden noch einmal eng. Der SC verspielte seine Drei-Punkte-Führung und beim 20:21 war das junge Gastgeberteam wieder dran. „Wir waren immer vorn. Das hat uns natürlich geholfen“, bemerkte Carli, der nur einmal eine Auszeit nehmen musste.

Es sei immer schwer, gegen einen offensichtlich schwächeren Gegner die Konzentration hoch zu halten. „Aber unsere Einstellung hat gestimmt. wir sind mit dem notwendigen Respekt an die Aufgabe rangegangen. Was passiert, sobald man den Gegner unterschätzt, hat sich ja im dritten Satz gezeigt. Insofern war das allen eine Lehre“, sagte der 34-Jährige.

Marta Drpa und Antonia Stautz holen die meisten Punkte

Punktbeste Spielerinnen waren Marta Drpa (17) und Antonia Stautz (15), die ebenso wie Lisa Gründing vier Punkte mit dem Aufschlag erzielen konnte. Im Zuspiel schenkte Carli erneut Denise Imoudu das Vertrauen, obwohl zuletzt beim 2:3 gegen Aachen Ann-Marie Knauf eine überzeugende Leistung bot. „Ich weiß, dass Ann-Marie eine sehr gute Alternative ist. Doch ich wollte Denise durchspielen lassen, damit sie Sicherheit bekommt“, erklärte der Trainer.

Das galt auch für Marta Drpa. Carli gab zu: „Unser Spiel steht und fällt mit ihrer Leistung. Wenn sie sicher agiert, reißt das die gesamte Mannschaft mit. Ich hoffe, nicht nur sie geht nun mit einem guten Gefühl in das nächste Spiel“, erläuterte der Trainer, der sich am Sonntag bei einem Spaziergang mit seiner hochschwangeren Frau in Schwerin erholte, bevor am Montag wieder das Training in Potsdam beginnt.

Von Peter Stein


Netzhoppers SolWo Königspark KW mit starker Heimleistung

Nachdem der erneut sehr auffällig spielende Theo Timmermann den zweiten Matchball zum 3:0-Erfolg (25:19, 25:23, 25:14) des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers SolWo Königspark KW gegen den TV Rottenburg im gegnerischen Feld unterbringen konnte, riss Netzhoppers-Coach Miko Culic  freudestrahlend beide Arme in die Höhe. „Das war ein echt wichtiger Sieg im Kampf um Play-Off-Platz acht. Hätten wir diese Partie verloren, denn wäre es sicherlich echt schwer geworden, den achten Rang noch zu erreichen. So liegen wir aktuell nur drei Zähler hinter den Volleys Bisons Bühl, die wie ja in knapp zwei Wochen in unserer Halle empfangen.“

Die 556 Zuschauer in der Landkost-Arena trauten im ersten Satz kaum ihren Augen. Mit einer sehr konzentrierten Leistung, teilweise führten die Gastgeber mit zehn Zählern (17:7), wurde den Baden-Württembergern frühzeitig klar gemacht, dass es für sie sehr schwer werden würde, etwas Zählbares mitzunehmen. Culic musste zwar erneut auf den an einer Knieverletzung laborierenden Filip Gavenda verzichten, dafür saß Routinier Björn Andrae auf der Bank.

„Mein Team hat so stark gespielt, da konnte ich mir sogar erlauben, Björn über die gesamte Spieldauer zu schonen“, so der Coach der Dahmeländer, der von der Seitenlinie ziemlich entspannt mit anschaute, wie seine Mannschaft nach 25 Minuten den ersten Durchgang sicher mit 25:19 im Sack hatte.

Im zweiten Satz zeigten die Rottenburger, die zwischenzeitlich sogar mit 16:15 führten, so etwas wie Gegenwehr. Doch in der Schlussphase drehten die Netzhoppers auch diesen Abschnitt zu ihren Gunsten. Nach 28 Spielminuten stand ein knappes 25:23 auf der Anzeigetafel.

Im Schlussdurchgang zelebrierten die Brandenburger zeitweise Volleyballsport vom Feinsten. Fast jeder Abschluss landete erfolgreich im Feld des TV. Selbst Zuspieler Luke Herr, der nach dem Match mit der Goldmedaille für den wertvollsten Spieler ausgezeichnet wurde (MVP), gelangen vier Punkte. Beim 25:14-Sieg (23 Minuten) zeigten die Gäste aus Süddeutschland nur in kurzzeitigen Phasen Bundesliganiveau. „Wir standen diesmal in der Abwehr sehr gut und im Angriff hatten wir die nötige Präzision, um erfolgreich zu punkten“, freute sich Culic, „es war eine geschlossene Teamleistung, auf die wir in den zukünftigen Begegnungen sicherlich aufbauen können.“

Diese Zusammengehörigkeit wird bereits am kommenden Sonnabend, dem 20. Januar, dringend von Nöten sein, wenn die Netzhoppers um 19.30 Uhr beim deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen antreten müssen. „Das wird eine richtig schwere Aufgabe für uns werden“, weiß Culic im Vorfeld der Partie beim Tabellenführer.

Bilder zum Spiel von Dagmar Jaschen und Wolfgang Purann.

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Neue Kontaktdaten

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Pflichtsieg gegen VCO Berlin

Wenn der SC Potsdam am Samstagabend beim VCO Berlin antritt, ist ein Sieg Pflicht. Das Punktekonto soll um drei weitere Zähler erhöht werden. Doch als Selbstläufer sieht Cheftrainer Davide Carli die Aufgabe nicht an: „Wir brauchen nicht denken, dass wir beim VCO locker mit 3:0 gewinnen. Wenn wir unser Spiel durchziehen und konzentriert bei der Sache sind, gewinnen wir, aber, wenn wir so spielen wie gegen Vilsbiburg, dann wird es ein Sieg für den VCO.“

Die Ausbildungsmannschaft des Deutschen Volleyball Verbandes spielt mittels eines Sonderspielrechts in der 1. Bundesliga, konnte in der bisherigen Saison noch kein Spiel gewinnen, aber immerhin fünf Sätze auf sein Konto holen. „Beim VCO ist es egal, ob sie verlieren. Sie können locker aufspielen“, sagt Davide Carli und weist damit auf einen Vorteil des Gegners hin. Sein Team hingegen stehe unter Druck gewinnen zu müssen. Als Tabellenachter steht der SC Potsdam aktuell auf dem letzten Play-Off-Platz, der VfB Suhl lauert mit vier Zählern weniger dahinter und hat mit der Vertragsauflösung von Trainer Han Abbing noch einmal ein Zeichen gesetzt im Kampf um die Play-Off-Plätze. Für Potsdam hingegen geht es darum, mit einem Sieg am Samstag den Abstand zum Siebten aus Vilsbiburg zu verkürzen.

Anschließend stehen nämlich drei schwere Spiele auf dem Programm: in Dresden und Münster und am 31. Januar zu Hause gegen Schwerin. Auf diese Spiele war teilweise das Training der letzten Woche bereits ausgerichtet, wie Davide Carli verrät: „Es ging in dieser Woche darum, dass wir uns in der Annahme stabilisieren und neue Lösungen finden. Wir haben auch die Dinge besprochen, die gegen Aachen noch nicht gut funktioniert haben. Das wollen wir nun gegen VCO ausprobieren und unsere Taktik für die kommenden Spiele festigen.“

Die Partie im Sportforum Hohenschönhausen wird im Livestream gezeigt. Die Mannschaft freut sich aber auch über jeden Fan, der sie live in der Halle unterstützt.


Netzhoppers starten in die Rückrunde

Um 19 Uhr empfängt Volleyball-Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW in der Bestenseer Landkost-Arena den TV Rottenburg. Es ist bereits der dritte Vergleich zwischen den beiden Teams in dieser Saison. Das Hinspiel gewannen die Dahmeländer mit 3:2, ehe im Pokal-Achtelfinale ein 3:0-Erfolg in eigener Halle folgte. Es wird auch ein ganz besonderes Match für TV-Akteur Philipp Jankowski werden, der von 2011 bis 2013 das Trikot der Netzhoppers trug. „Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn wollen wir natürlich diese Begegnung gewinnen, es ist ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Netzhoppers-Coach Mirko Culic.

Weiterhin richtig Bauchschmerzen bereiten ihm die Personalien Björn Andrae (Infekt) und Filip Gavenda (Knieverletzung), die bereits das Spiel vor einer Woche in Innsbruck krankheitsbedingt verpassten. Gavenda fehlte zudem schon beim 3:2-Erfolg gegen die Rhein-Main Volleys. „Filip ist noch von Teamarzt Kay Dragowsky bis zum 27. Januar krankgeschrieben, er wird definitiv gegen Rottenburg fehlen“, so Culic, „etwas erfreulicher sieht die Sache dagegen bei Björn aus, der am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen ist. Ich denke, dass er Samstag Abend einsatzfähig sein wird. Ob es für ihn über die gesamte Distanz reichen wird, werden wir sehen. Aber wie ich ihn kenne, wird er sehr ehrgeizig sein, um gegen die Schwaben auflaufen zu können und dementsprechend mitzuhelfen, damit die Punkte bei uns bleiben.“

Die heutige Partie gegen die Süddeutschen bedeutet zugleich auch den Start in die Rückrunde  der Volleyball-Bundesliga. Mit der ersten Saisonhälfte, die die Netzhoppers mit sieben Punkten auf dem neunten Platz beendeten,  kann Mirko Culic nur bedingt zufrieden sein: „Wir stehen zurzeit zwar nicht auf dem im Vorfeld anvisierten Play-Off-Platz acht, aber es ist ja auch erst die Hälfte der Saison rum. Dafür haben Spieler wie zum Beispiel Robin Hafemann und Theo Timmermann einen riesen Satz nach vorn gemacht. Wenn ich da an die Aufschläge von Theo denke, die er im Vergleich zur vergangenen Spielzeit jetzt mit viel Wucht und Präzision in die gegnerische Hälfte schlägt.“

Mit 14 Spielern sind die Dahmeländer in die neue Saison Ende Oktober gestartet. Leider verletzte sich Iven Ferch noch vor dem ersten Match, der aufgrund eines Knorpelschadens im Knie in dieser Spielzeit überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Anschließend plagte sich Sommerneuzugang Timo Schlag mit Schulterproblemen herum, die bis zum heutigen Zeitpunkt immer noch nicht komplett auskuriert sind. Auch Routinier Björn Andrae, der insgesamt 280 Länderspiele für Deutschland absolvierte, fiel einige wichtige Spiele aufgrund einer Gürtelrosen-Erkrankung aus. „Ich denke, hätten wir in der Hinrunde nicht so oft auf wichtige Leistungsträger verzichten müssen, dann wären durchaus noch ein paar Punkte mehr für uns drin gewesen“, ist sich Culic sicher, „bleiben wir in der Rückrunde vom Verletzungspech verschont, dann können wir immer noch den achten Rang erreichen. Aktuell beträgt der Rückstand auf die Volleyball Bisons Bühl, die zurzeit Achter sind, nur sechs Zähler.“

Auch organisatorisch und finanziell hat sich im vergangenen Jahr bei den Netzhoppers einiges verändert. Als hauptamtlicher Jugendtrainer konnte der ehemalige Publikumsliebling Manuel Rieke gewonnen werden. „Sein Ziel ist es, langfristig die Jugendarbeit weiter auszubauen und Talente zu entdecken. Er wird gezielt junge Spieler weiterentwickeln, die nach und nach an den Männerbereich herangeführt werden sollen“, sagt Manager Arvid Kinder.

In der Königs Wusterhausener  Eichenalle 1b wurde Anfang Dezember eine neue Geschäftsstelle eröffnet, die Britta Wersinger leitet und die  als zentraler Anlaufpunkt dient.  „Diese organisatorische und sportliche Entwicklung war nur möglich, durch die langjährige Treue unserer zuverlässigen Partner, durch welche die Netzhoppers auf einer soliden wirtschaftlichen Basis stehen“, informiert Kinder, „erfreulich war auch der Zuschauerschnitt bei den Heimspielen, der sich im Gegensatz zum vergangenen Jahr verbessert hat.“  Hauptaufgabe des Managements wird in der Rückrunde, neben der Organisation der laufenden Saison, die Vorbereitung auf die Spielzeit 2018/2019 sein, um auch weiterhin erstklassigen Sport auf Bundesliga Niveau in der Region anbieten zu können.

„Ich denke, im Februar werden die ersten Gespräche mit Spielern geführt, um relativ frühzeitig am Kader für die kommenden Spielzeit basteln zu können“, so Kinder, „es gibt viele Spieler im aktuellen Team, mit denen wir gerne verlängern würden. Aber wir müssen abwarten, was die Vertragsverhandlungen am Ende bringen werden.“

Das Heimspiel gegen den TV Rottenburg wird von der AOK Nordost präsentiert.

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Kleiner Befreiungsschlag gegen Aachen

MAZ – Endlich einmal haben die Volleyballerinnen des SC Potsdam über den Kampf zum Spiel gefunden. Trotz der 2:3-Niederlage gegen Aachen gab es zum Rückrunden-Auftakt ein paar Lichtblicke.

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam leben noch. Nach einer kämpferischen und spielerischen Steigerung unterlagen sie am Freitagabend vor 816 Zuschauern in der MBS-Arena den Ladies in Black Aachen knapp mit 2:3 (22:25, 26:24, 19:25, 25:21, 13:15). Nach den zuletzt schwachen und berechtigter weise hart kritisierten Leistungen zeigten die Gastgeberinnen zumindest teilweise, dass sie in der Bundesliga mit jedem Gegner mithalten können und wurden dafür wenigstens mit einem Punktgewinn belohnt.

Trainer Davide Carli hatte nach der enttäuschenden Hinrunde mit nur drei Siegen und sechs Niederlagen für den Auftakt der Rückrunde Konsequenzen angekündigt und Veränderungen im Kader. So brachte er diesmal von Anbeginn Ljubica Kecman auf der Außen-Annahme-Position statt ihrer serbischen Landsfrau Natasa Cikiriz. Damit wollte der Coach vor allem die Annahme stabilisieren. Doch wieder stellten sich die Potsdamerinnen zu Beginn aufgrund vieler Eigenfehler ein Bein, allein sechs Aufschläge wurden im ersten Satz verballert. Indiskutabel. Umso erstaunlicher war, dass der SC den Satz lange offen hielt bis zum 17:17. Dann enteilten die Gäste auf drei Punkte und gaben die Führung nicht mehr ab.

Ann-Marie Knauf überzeugt im Zuspiel und beim Aufschlag

Im zweiten Durchgang wechselte Carli beim Stand von 5:10 im Zuspiel Ann-Marie Knauf für die abermals zu unsichere Denise Imoudu ein. Potsdam lag bereits mit 12:20 zurück, ehe eine nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd einsetzte, zumal Aachens Trainerin Saskia van Hintum in Anbetracht der sicheren Führung ebenfalls ihre Stammzuspielerin Britt Bongarts ausgewechselt hatte. Die Gastgeber holten – nun frenetisch angefeuert von ihren Fans – Punkt für Punkt auf. Knauf überlistete die gegnerische Abwehr mit zwei Aufschlags-Assen in Folge. Beim 17:20 bestand wieder Tuchfühlung, doch die Gäste hielten dagegen. Potsdam drohte beim 18:23 der zweite Satzverlust, gab aber nicht auf und gewann dank cleverer Bälle von Marta Drpa noch mit 26:24.

Das Momentum im Tiebreak nicht genutzt

Auf einmal schien wieder alles möglich. Doch Saskia van Hintum brachte die Ladies in Black wieder auf Kurs und beherrschte mit ihrem Team den dritten Satz nach schneller deutlicher Führung (10:5) am Ende mit 25:19.

Nun war Carli gefordert und begann in Durchgang vier wieder mit Knauf im Zuspiel. Auch Antonia Stautz zeigte bei ihrer Rückkehr, wie wichtig sie für die Mannschaft sein kann. Trotz einer 8:4- und 11:7-Führung kam keine Sicherheit ins Spiel. Aachen glich immer wieder aus bis zum 19:19. Dann zog der SC davon und Drpa machte den Punkt zum 25:21. Dieses Momentum konnten die Gastgeberinnen im Tiebreak aber nicht nutzen. Schnell lagen sie 0:3 zurück und liefen diesem Rückstand bis zum Ende hinterher. 13:15 ging der entscheidende fünfte Satz verloren.

Trotzdem resümierte Carli nach über zwei Stunden Spielzeit: „Insgesamt habe ich viele positive Dinge gesehen. Wir haben kleine Fortschritte gemacht. Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt. Aber in den wichtigen Momenten haben wir die Kontrolle verloren.“

Von Peter Stein

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