Volleyball-News aus Berlin & Brandenburg
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Netzhoppers SolWo Königspark KW verabschieden sich mit 9. Platz
Die Netzhoppers Solwo Königspark KW haben am Sonnabendabend das letzte Saisonspiel in der Volleyball-Bundesliga verloren: Das Team unterlag bei den United Volleys Rhein Main in der Rüsselsheimer Grosssporthalle mit 0:3 (21:25, 20:25, 20:25) nach Sätzen.
Für die Vertretung aus dem Dahmeland ist die Spielzeit 2017/18, die das Team auf dem neunten Rang abschließt, nun beendet. Die Uniteds treten in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft an. Das Viertelfinale gegen den TSV Herrsching startet am Mittwoch um 19 Uhr in der Frankfurter Fraport Arena.
„Die Netzhoppers begannen angriffslustig und schienen durchaus motiviert“, heißt es in einer Mitteilung der United Volleys, „dem Tiebreak-Erfolg im Hinspiel eine weitere Überraschung folgen zu lassen. Allen voran Kapitän Björn Andrae, seines Zeichens dreifacher deutscher Volleyballer des Jahres.“
Nachdem der Tabellendritte aber den Ausgleich geschafft hatte, dominierten die Hausherren das Duell. „Das war so, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Jungs haben gezeigt, dass sie die Scharte von der ersten Begegnung unbedingt auswetzen wollten“, lobte Cheftrainer Michael Warm.
Auch im zweiten Durchgang konnte sich die Vertretung aus dem Rhein-Main-Gebiet frühzeitig absetzen. Im dritten Durchgang schafften es die Netzhoppers, den Satz bis zum 17:17 offenzuhalten. Den Matchball verwandelte schließlich Moritz Karlitzek mit dem insgesamt zehnten Ass der Gastgeber – nach 76 Spielminuten hatten sich die Hessen den Heimsieg gesichert.
Die Netzhoppers Solwo Königspark KW beenden die aktuelle Saison, die im Oktober begonnen hatte, mit der Bilanz von 14 Pluspunkten und 21:50 Sätzen. In den 20 Saisonspielen erkämpfte das Team insgesamt fünf Siege.
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1:3-Niederlage trotz starkem Kampf und großartiger Kulisse
Die Sensation blieb vorerst aus. Der SC Potsdam musste sich im zweiten Spiel der „best-of-three“-Serie im Play-Off-Viertelfinale dem favorisierten Dresdner SC nach starkem Kampf mit 1:3 (19:25; 24:26, 25:20, 15:25) geschlagen geben. Nachdem den SC-Mädels im ersten Spiel mit dem 3:2-Sieg eine echte Überraschung gelang, konnte Dresden nun zum 1:1 nach Spielen ausgleichen und es kommt zum entscheidenden dritten Spiel am Mittwoch in Dresden.
„Die Enttäuschung ist schon groß“, gab Zuspielerin Denise Imoudu nach der Partie zu. „Wir wollten eigentlich mehr. Aber in Dresden haben wir etwas stabiler gespielt. Heute waren wir nicht so aggressiv, wie wir es uns vorgenommen hatten.“ Dabei bot der SC Potsdam dem amtierenden Pokalsieger und fünffachen Deutschen Meister einen heißen Fight. Schon im ersten Satz war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum 16:16 wechselten sich die Führungen ab, dann sorgte ein Ass von Dresdens Spitzenangreiferin Piia Korhonen für die Wende. Auch die Auszeit, die Potsdams Trainer Davide Carli sogleich nahm, konnte den Lauf der Gäste nicht stoppen. Auf 22:17 enteilten sie. So ging Satz 1 mit 25:19 an Dresden.
Im zweiten Satz konnten die Gastgeberinnen beim 8:3 zur ersten technischen Auszeit wieder ein Ausrufezeichen setzen. Doch konnten sie den Vorsprung nicht verwalten. Bis zum 15:15 war es eng, dann zog Dresden erneut ein wenig davon. Doch Potsdam konnte immer wieder kontern. Zum Schluss gelang es, zwei Satzbälle abzuwehren, beim dritten sorgte allerdings ein Annahmefehler für den erneuten Satzgewinn für Dresden.
Vor 1978 Zuschauern, die für eine sensationelle Stimmung in der MBS Arena sorgten, steckte das Potsdamer Team jedoch nicht auf nicht auf und begann den dritten Satz furios. Eine starke Aufschlagserie von Denise Imoudu mit zwei Assen brachte eine 5:0-Führung ein. Mit viel Kampfgeist, cleveren Angriffen über Lisa Gründing über die Mitte, einer weiterhin perfekt aufgelegten Marta Drpa und der großartigen Kulisse gelang der Satzgewinn zum 2:1-Anschluss. Die Arena kochte, als Marta Drpa, die mit insgesamt 27 Zählern wieder die herausragende Spielerin auf Seiten der Potsdamer war, den Satzball im gegnerischen Feld versenkte.
Im vierten Satz blieb der SC bis zum 11:12 dran, dann verpuffte die Angriffskraft und es häuften sich die Fehler in der Annahme. „Dresden hat das mit all seiner Erfahrung gemacht. Wir waren über weite Strecken ebenbürtig, müssen aber noch lernen, stabil und konstant zu sein“, urteilte SCP-Coach Davide Carli. Das Spiel ging verloren, aber am Mittwoch gibt es eine zweite Chance, um vielleicht doch noch ins Halbfinale einzuziehen. „Möglich ist alles, aber das wird ein super schweres Spiel“, weiß Carli ganz genau.
In den anderen Viertelfinalpaarungen setzten sich Stuttgart, Schwerin und Aachen jeweils klar mit zwei 3:0-Siegen durch.
Das Entscheidungsspiel findet am Mittwoch, dem 28. März um 19 Uhr in der Dresdner Margon-Arena statt. Der Verein bietet einen Fanbus nach Dresden an. Abfahrt ist um 15 Uhr am Potsdamer Hauptbahnhof. Der Unkostenbeitrag beträgt 25€. Anmeldungen bitte über benzel@sc-potsdam.de
Carli: „Frisch im Kopf und frisch im Körper“
Mit dem 3:2-Sieg beim Dresdner SC hat der SC Potsdam in den Play-Off-Viertelfinals für die Überraschung gesorgt. Ob dem Team von Cheftrainer Davide Carli am Sonntag in der heimischen MBS-Arena ab 17 Uhr noch einmal so ein Coup gelingt, wird man sehen. „Es gibt noch keinen Grund zu feiern“, will „Charlie“ die Euphorie der Fans dämpfen. „Wir standen in den vergangenen Jahren schon öfters im Viertelfinale. Es ist auch nur ein Spiel.“
Die Ausgangssituation ist jedoch so gut wie noch nie: Das schwere Auswärtsspiel gewonnen und nun mit den eigenen Fans im Rücken ins zweite Spiel zu gehen, ist sicherlich ein Vorteil, doch „Charlie“ spricht weiterhin von einer Chance von 20:80. Der fünffache Deutsche Meister und amtierende Pokalsieger ist für ihn der klare Favorit. Sein Team hat in der Woche wieder gut trainiert, musste jedoch aufgrund der Anpfiffzeit an einem Sonntag etwas vom Plan abweichen: „Ich denke, wir sind taktisch gut vorbereitet, die Spielerinnen sind im Fokus und haben Lust auf das Spiel“, gibt Charlie einen Einblick. „Der Spieltag am Sonntag darf auch kein Alibi sein.“ Aufgrund eines Boxabends mit Ramona Kühne am Samstagabend, der nun kurzfristig doch abgesagt wurde, musste der SC Potsdam auf den Sonntag auswichen. „Wir müssen frisch im Kopf und frisch im Körper sein“, fordert „Charlie“ von seinen Spielerinnen.
In der Taktik sieht der 34-jährige Coach nahezu keinen Änderungsbedarf, schließlich habe man in Dresden mit dieser Taktik gewonnen. Eher müsse sich der Gast etwas einfallen lassen. Vorbereitet ist sein Team dennoch auch auf eine andere Variante „Natürlich haben wir auch einen Plan B.“
Während sich die Mannschaft mit Videoanalysen, Kraft- und Balleinheiten konzentriert auf das erneute Duell gegen die Sächsinnen vorbereitet hat, hat der Verein ordentlich die Werbetrommel gerührt für eine volle Halle. „Der Vorverkauf läuft super“, sagt Teammanager Eugen Benzel. „Wir haben alle Tribünen geöffnet und ich werde sogar noch ein paar Karten für die Abendkasse zurückhalten müssen.“ Auch die Unterstützung der Potsdamer Vereine haben die Volleyballerinnen sicher: Die Kickerinnen von Turbine Potsdam, die Wasserballer des OSC Potsdam, die Nulldrei-Fußballer und sogar die Geher des SC Potsdam, die aktuell in Mexiko im Trainingslager sind, haben Grüße geschickt zum wichtigen Spiel und drücken die Daumen für einen Sieg und den damit verbundenen erstmaligen Einzug ins Halbfinale.
Es ist alles angerichtet. „Wenn wir gewinnen, ja, dann darf die Euphorie keine Grenzen mehr haben“, sagt Davide Carli. Bis dahin stehen dem SC Potsdam jedoch noch viele Ballwechsel bevor.
Hier gibts die Videos der Sportfamilie Potsdam:
Videogruß des SV Babelsberg 03
Videogruß des 1. FFC Turbine Potsdam
Ein emotionaler Tag
Am 17.03.2018 ging es für U11 der Netzhoppers nach Schulzendorf zum Turnier. Sichtlich aufgeregt vor dem ersten Spiel, scharten sich die Jungs um ihren Trainer. Mit motivierenden Worten ging es in das erste Spiel. Dies gestaltete sich gleich zu einem echten Krimi, es wurde um jeden Ball hart gekämpft und auch die mitgereisten Eltern feuerten die Jungs an. Leider verlor man eben dieses Spiel knapp mit 2 Punkten Unterschied. Doch auch hier fand der Trainer die passenden Worte, um den Jungs die Angst vor dem verlieren zu nehmen.
So ging man voller Euphorie in das nächste Spiel. Genau hörten die jungen Spieler auf die Anweisungen von der Seitlinie. Klar und sicher gewann man dieses Match. Die Siegesserie setzte sich noch in vier weiteren Spielen fort und so war man heiß auf den Gruppensieg, in der Staffel C. Doch leider reichte es am Ende nur zu Platz 2, hinter Potsdam.
Nun ging es in die Platzierungsrunde und die Netzhoppers spielten um Platz 4-6. Vor dem ersten Spiel nahm der Trainer seine Jungs zusammen und brachte noch einige beruhigende Worte hervor, um ihnen die Aufregung vor dem Spiel zu nehmen. Doch leider fruchteten die Anweisungen nicht mehr, da der gegnerische Trainer diese gekonnt konterte. Und auch die nächsten Versuche durch Einwechslungen brachte nicht den ersehnten Erfolg.
Sichtlich gekickt gingen sie in das letzte Spiel des Tages. Doch hier merkte man den Jungs die Enttäuschung und den Frust an. Sie versuchten noch einmal alles, doch der Gegner war die berühmten paar Prozent stärker und klüger. So konnten die Jungs trotzdem den 6. Platz belegen, wohlgemerkt von 22 Mannschaften. Dies war schon eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Spieltag, wo man den letzten Platz belegte. Aber dennoch holten die Netzhoppers einen Titel. Und zwar den des besten Spielers, durch ein stechen am Ende gewann Phillip diese Trophäe und sein Trainer war sehr stolz auf ihn. Ein kleiner Glücksbringer war wohl auch, dass der Trainer ihm das Trikot mit seiner eigenen Nummer gab, welche er schon Jahre im Verein trägt. Ganz am Ende setzte sich das Team noch einmal zusammen und der Trainer sagte, dass er sehr stolz auf die Leistung seiner Jungs sei und dass sie wirklich gut heute gespielt haben.
Bester Spieler Foto: Dominik Raatz
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Netzhoppers SolWo Königspark KW mit starker Heimleistung
Im letzten Saison-Heimspiel zeigte Volleyball-Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW vor 546 Zuschauern in der Landkost-Arena eine richtig starke Leistung. Erst nach fünf Sätzen und 114 Spielminuten mussten sich die Dahmeländer der SVG Lüneburg mit 2:3-Sätzen (13:25, 25:19, 22:25, 27:25, 10:15) geschlagen geben. „Meine Jungs haben ein tolles Match gegen die Gäste absolviert“, freute sich Trainer Mirko Culic, der sich über seine Vertragsverlängerung weiterhin sehr bedeckt hält. „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob die Partie gegen die Niedersachsen meine letzte als Netzhoppers-Coach in der Landkost-Arena war. Erste Vertragsgespräche mit dem Vereinsvorstand werden in der kommenden Woche geführt“, so Culic, der seit neun Spielzeiten die Mannschaft unter seinen Fittichen hat.
Im ersten Durchgang musste er mit ansehen, wie seine Jungs überhaupt keinen Zugriff auf die Begegnung bekamen. Bereits nach 21 Minuten sicherten sich die Gäste diesen Satz mit 25:13. Dafür brannten die Netzhoppers im zweiten Abschnitt ein richtiges Feuerwerk ab. Kaum zu bremsen war in der Folgezeit Routinier Björn Andrae, der mit seinen präzisen Schmetterbällen ziemlich oft den gegnerischen Block erfolgreich überwand. Beim 25:21 war Lüneburg in Durchgang zwei absolut chancenlos. Andrae war mit 24 Punkten bester Angreifer der Partie und wurde nach dem Spiel mit der Silbermedaille für den wertvollsten Akteur (MVP) geehrt. Die goldene Plakette bekam für die SVG Raymond Szeto (11).
Der 36-Jährige ehemalige Nationalspieler wird nach der Saison seine lange Karriere noch nicht beenden. „Ich fühle mich noch fit und mache weiter. Ob das bei den Netzhoppers sein wird, steht aktuell noch nicht fest. Wie Mirko werde auch ich in den nächsten Tagen erste Gespräche über meine Zukunft mit dem Vorstand führen“, sagte der Außenangreifer. Im dritten Abschnitt konnte sich kein Team einen größeren Vorsprung herausarbeiten (7:8, 16:16, 19:21). Nachdem Robin Hafemann einen Aufschlag ins Aus schlug, ging dieser Satz mit 25:21 an die Lüneburger, die von 30 mitgereisten Fans sehr lautstark unterstützt wurden.
Ein Ass von Theo Timmermann beim Stand von 18:18 leitete den Satzgewinn für die Hausherren im folgenden Durchgang ein. Mit einem krachenden Schmetterball machte Andrae mit dem 27:25 endgültig den Deckel drauf. Angetrieben von einem stark auftrumpfenden Ex-Nationalspieler Matthias Pompe sorgte Lüneburg im abschließenden Tie-Break früh für klare Verhältnisse. Mit 15:10 holten sich die Nordeutschen den fünften Durchgang.
„Uns war im Vorfeld klar, dass die Netzhoppers ein ziemlich unangenehmer Gegner sein werden, da sie in der heimischen Halle unheimlich stark auftrumpfen können. Es war deshalb nicht so einfach, heute hier zu gewinnen. Am Ende sind wir aber doch froh über die zwei Punkte, die im Kampf um eine gute Play-Off-Ausgangsposition noch enorm wichtig sein können“, sagte SVG-Kapitän Matthias Pompe nach dem Match. Die letzte Begegnung in dieser Spielzeit bestreiten die Netzhoppers am kommenden Sonntag, dem 25. März. Um 17 Uhr wird die Partie gegen United Volleys Rhein-Main in der Rüsselsheimer Großsporthalle angepfiffen. Im Hinspiel konnten die Brandenburger gegen den Tabellendritten einen knappen 3:2-Erfolg einfahren.
Das Heimspiel war nicht nur ein Abschied der Netzhoppers SolWo Königspark KW aus der Saison 2017/18, sondern auch von Rainer Latzke als Athletiktrainer. Er wird zwar auch zukünfitg ein wachsames Auge auf die Netzhoppers haben, wird aber die aktive Betreuung an Dustin Schulze übergeben. Die Volleyball-Bundesliga verabschiedete sich von ihrem langjährigen Schiedsrichter Dirk Lahsowsky. Er pfiff über 300 Bundesliga-Begegnungen und wurde auch oft bei den Netzhoppers-Spielen an der Seitenlinie eingesetzt.
Wir gratulieren recht herzlich den Gewinnern aus unserer Losziehung und wünschen viel Spaß mit dem Trikot, Der Saisonkarte und dem Wochenende im BMW vom Autohaus Wernecke Wildau.
Bilder zum Spiel gibt es bei Wolfgang Purann.
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3:2-Überraschungssieg eröffnet Riesenchance
Als Ivona Svobodnikova am Samstagabend um 19.47 Uhr nach 2 Stunden und 17 Minuten den Matchball im Feld des Dresdner SCs unterbrachte, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Der SC Potsdam gewann auswärts das erste Play-Off-Viertelfinalspiel mit 3:2 (16:25; 25:18; 25:22; 23:25; 15:10) und schaffte damit die ganz dicke Überraschung.
Als Hauptrundensiebter gingen sie als klarer Außenseiter in die Partie gegen den Tabellenzweiten und amtierenden Pokalsieger. Doch an dem Abend klappte alles: „Wir waren gut vorbereitet, unsere Taktik war perfekt und alle Spielerinnen hatten einen guten Tag“, freute sich Cheftrainer Davide Carli über den Mannschaftserfolg.
Zunächst ins Spiel finden
Der SC begann mit seiner Stammformation der letzten Spiele: Denise Imoudu im Zuspiel, Anne Hölzig und Toni Stautz im Angriff, Marta Drpa auf Diagonal, Lisa Gründing und Ivona Svobodnikova im Mittelblock und dem Libera-Duo Ljubica Kecman und Sophie Dreblow. Dennoch lief im ersten Satz noch nicht alles zusammen. „Im ersten Satz mussten wir uns erst einmal ausprobieren“, erklärte Davide Carli. So führte Dresden schnell mit 8:3 und auch bei der zweiten technischen Auszeit war der Abstand beim 16:8 noch deutlich. Der Ballwechselmarathon zum 11:6 war symptomatisch für den ersten Spielabschnitt. Beide Teams fighteten um jeden Ball, doch Dresden hatte das glücklichere Ende. Während sich Potsdam jeden Punkt hart erarbeiten musste, schien es beim Gastgeber einfach zu laufen und so ging der erste Satzpunkt mit 25:16 deutlich an den DSC.
Die Wende im zweiten Satz
Im zweiten Satz wendete sich das Blatt: Mit starken Aufschlägen setzte der SC Potsdam den Gastgeber gehörig unter Druck. Die gegnerische Annahme wackelte und auf der anderen Seite standen Svobodnikova und Co. sicher im Block und in der Abwehr. Auch Topscorerin Marta Drpa lief zur Höchstform auf und konnte von den Dresdnerinnen nicht gestoppt werden. Beim Stand von 10:4 hatte sich die Carli-Truppe bereits einen beachtlichen Vorsprung erspielt, den sie bis zum Satzende nicht mehr hergaben. 25:18 – Satzausgleich!
Spannung pur in Satz 3 und 4
Im dritten Satz schenkten sich beide Teams bis zum 10:10 nichts. Der SC führte allerdings stets und zeigte weiterhin ein hohes Niveau, sodass er sich beim 13:10 und 16:13 etwas absetzen konnte. Dresdens Trainer Alexander Waibl nah beim 17:13 eine Auszeit die Wirkung zeigte: Beim 21:21 war der Favorit wieder dran. Dann war wieder Marta Drpa-Zeit: die Diagonalangreiferin schlug zweimal zu und den Angriff von Dresdens Topscorerin Piia Korhonen vereitelte der Potsdamer Block zum 25:22-Satzsieg.
Der vierte Satz entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Wieder war es der SC Potsdam, der das Spiel machte und die Abwehr des Dresdner SCs alt aussehen ließ. Die Sensation eines 3:1-Sieges lag beim 8:6 förmlich in der Luft. Beim 11:8 führte man gar mit drei Punkten. Doch Dresden fightete sich wieder heran, glich beim 15:15 aus und zog mit 20:17 davon. Beim 23:24 war Potsdam nochmal ganz dicht dran, doch Dresden sicherte sich mit dem 25:23-Satzgewinn den Tiebreak.
Der entscheidende Tiebreak: Potsdam zeigt Moral
Im Tiebreak war eine gewisse Nervosität auf beiden Seiten spürbar. Die SC Potsdam-Spielerin, die das komplette Spiel über mit starken Aufschlägen herausstachen, schlugen gleich dreimal ins Aus auf. Dresden führte beim Seitenwechsel mit 8:6. Doch die Potsdamerinnen zeigten Moral. Zwei Aufschlag-Asse von Toni Stautz brachten die ganz wichtige 10:9- und 11:9-Führung. Anne Hölzig machte mit einem Angriff das 12:9, Alexander Waibl nahm die Auszeit, Dresden erzielte das 12:10, ein Angriffspunkt von Marta Drpa brachte das Aufschlagrecht wieder für Potsdam. Lisa Gründing, die zu Beginn des Satzes ihren Aufschlag ins Aus ballerte war erneut am Service und ebnete mit drei souveränen Aufschlägen den Weg zum Sieg, den Kapitänin Ivona Svobodnikova mit dem letzten Punkt klar machte.
„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft“, sagte Cheftrainer Davide Carli. „Alle Spielerinnen waren das komplette Spiel im Fokus und haben durchgängig konstant gespielt.“
Mit Heimsieg ins Halbfinale
Mit einem weiteren Sieg gegen den Dresdner SC am nächsten Sonntag, dem 25. März in der heimischen MBS-Arena würde der SC Potsdam erstmalig in der Vereinsgeschichte ins Halbfinale einziehen. Sollte Dresden die Partie gewinnen, gäbe es ein Entscheidungsspiel am 28. März in der sächsischen Hauptstadt. „Wir haben eine Riesenchance zu Hause“, weiß Carli. Er warnt aber auch: „Unsere Erfahrungen aus der vergangenen Saison mahnen uns. Da haben wir auch das erste Spiel gewonnen und dann zwei verloren. Wir müssen, wie in der letzten Woche, mit Lust und Spannung trainieren, weiter Gas geben. Dresden ist weiterhin der Favorit. Die Chancen sind vielleicht von 90:10 auf 80:20 für uns gewachsen, mehr aber auch nicht. Wir müssen auf dem Boden bleiben, wollen die Euphorie aber nutzen.“
Einen Wunsch hat der Italiener noch: „Ich wünsche mir, dass die Halle am nächsten Sonntag so voll ist wie noch nie!“
Von Sonntagmittag, 12 Uhr bis Montagmittag, 12 Uhr bietet der Verein Sondertickets zum Preis von nur 9 Euro an. An allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie Online sind diese Sondertickets erhältlich. Ticketlink: https://tickets-scpotsdam.reservix.de/events
Mit neuem Selbstvertrauen in die Play-Offs
Jetzt beginnt die heiße Phase in der Volleyball-Bundesliga. Die ersten Play-Off-Spiele stehen auf dem Programm und der SC Potsdam tritt am Samstag um 17.30 Uhr beim Dresdner SC an.
Mit neuem Selbstvertrauen gehen die Spielerinnen und Coach Davide Carli an die schwere Aufgabe beim Hauptrunden-Zweiten. Beim Fantalk am Mittwochabend in der UCI-Kinowelt gaben sich alle Beteiligten optimistisch und sprachen von „den Favoriten ärgern“ und einer möglichen „Überraschung“. Seit dem Auswärtsspiel in Wiesbaden zeigt die Formkurve des SC Potsdam deutlich nach oben. Seit dem 3:0-Erfolg wurden alle weiteren fünf Spiele außer gegen Stuttgart mit drei Punkten gewonnen. Trainer Carli spricht sogar von einem besseren Lauf als in der Vorsaison, in der man nach der Hauptrunde auf Platz 4 stand. „Da haben wir viele Spiele erst mit 3:2 gewonnen. Jetzt haben wir mit 3:0 oder 3:1 gewonnen.“
Es wurden in den vergangenen Wochen viele Stellschrauben gedreht, die scheinbar ihre Funktion erfüllt haben: „Wir konzentrieren uns mehr auf uns, auf unsere Fähigkeiten, statt uns mit der Gegneranalyse zu beschäftigen“, verrät Marie Knauf. Im Athletikbereich wurde der Trainerposten gewechselt. Maik Trepke übernahm in der Rückrunde die Einheiten im Kraftraum und machte die Spielerinnen deutlich fitter als zuvor. Auch der Taktikwechsel auf der Liberaposition war ein kluger Schachzug des Trainers. Seit dem Wiesbaden-Spiel wird Ljubica Kecman, die eigentlich als Annahme/Außenspielerin in die Saison ging als Libera eingesetzt. Aufgrund ihrer Annahmestärke wird sie, wenn der Gegner Aufschlag hat, aufs Feld geschickt. Beim eigenen Aufschlag besetzt Stammlibera Sophie Dreblow die Position. Damit konnte der Druck, der auf der 19-Jährigen lag, minimiert werden und sie verschafft sich einige Pausen im Spiel. „Das ist momentan die beste Lösung für die Mannschaft“, sagte Carli. Und so wird der Italiener sicherlich auch in den Play-Offs auf diese Variante zurückgreifen. „Im Training waren wir von Saisonbeginn immer gut. Wir konnten es nur nicht im Spiel zeigen“, erklärt Antonia Stautz. Der Erfolg hat wohl auch den Schalter im Kopf umgeschaltet und so kann jetzt selbstbewusst aufs anstehende Viertelfinale geschaut werden.
Drei Mal ist der SC Potsdam in dieser Saison schon auf den Dresdner SC getroffen: zwei Mal in der Liga und einmal im Pokal. Das Hinspiel am ersten Spieltag gewann der SC mit 3:2, Rückspiel und Pokalspiel gingen jeweils mit 1:3 verloren. Der amtierende Pokalsieger hat nicht nur deswegen den größeren Druck. „Dresden muss gewinnen“, weiß Marie Knauf. „Bei denen ist der Druck viel viel höher als bei uns. Die Fans erwarten dort viel. Wir können locker aufspielen und vielleicht für eine Überraschung sorgen.“
Ein Fanbus wird das Team in die sächsische Hauptstadt begleiten, für alle Zuhausegebliebenen gibt es den Livestream bei sportdeutschland.tv.
Das zweite Spiel findet am Sonntag, dem 25. März in der MBS-Arena statt.
Netzhoppers SolWo Königspark KW vor letztem Heimspiel
Am Samstagabend bestreitet Volleyball-Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW sein letztes Heimspiel in dieser Saison. Gegner ist ab 19 Uhr in der Landkost-Arena der Tabellensechste SVG Lüneburg. Die Niedersachsen rangieren zwar im Mittelfeld der Liga, gehören sicherlich aber mit zu den spielstärksten Mannschaften in der Bundesliga.
Das weiß auch Netzhoppers-Coach Mirko Culic: „Wie unangenehm Lüneburg zu bespielen ist, mussten erst vor gut einem Monat die BR Volleys erleben, als sie bei der SVG eine klare 0:3-Pleite kassierten.“ Sein Team konnte im Hinspiel bei der 1:3-Niederlage wenigstens einen Satz für sich verbuchen, der auch im heutigen Spiel erreicht werden soll. „Natürlich wollen wir versuchen, die Lüneburger etwas zu ärgern, um vielleicht für eine kleine Überraschung zu sorgen“, so Culic weiter, „dieses Vorhaben dürfte aber nur im Bereich des Möglichen sein, wenn alle meine Jungs noch einmal an ihre Leistungsgrenze gehen.“
Dass seine Mannschaft in der Lage ist, mit den Top-Teams der Liga mitzuhalten, zeigte erst der letzte Aufritt der Netzhoppers vor einer Woche bei den BR Volleys. Im dritten Durchgang hatten die Dahmeländer drei Matchbälle, die wie bereits in vielen Begegnungen zuvor nicht genutzt wurden. „Sollten wir gegen Lüneburg in eine ähnliche Situation kommen, dann müssen wir den Sack eiskalt zumachen. Nur so können wir es schaffen, die Norddeutschen etwas zu ärgern“, sagte der Netzhoppers-Trainer, der im Match gegen Lüneburg vielleicht das letzte Mal in der Landkost-Arena seine Jungs betreuen wird.
Der Vertrag des des 55-Jährigen läuft zum Saisonende aus. „Wir würden ihn gerne behalten. Er passt zu uns, er identifiziert sich total mit seiner Aufgabe“, sagte Manager Arvid Kinder. Doch Culic zögert. „Ich weiß nicht, ob ich bleibe. Ich muss das mit meiner Frau klären“, sagt er. Seine Ehefrau hat seit Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Belgrad, die beiden führen eine Fernehe. „In zwei, drei Wochen werde ich eine Entscheidung getroffen haben“, kündigte der Trainer an.
Culic gilt bei den Netzhoppers als Institution. Seit neun Jahren arbeitet er ohne Unterbrechung bei dem Verein als Cheftrainer. Trotz des stets engen Finanzrahmens des Clubs gelang es ihm immer wieder, eine bundesliga-taugliche Mannschaft auf die Beine zu stellen. „Er verfügt über ein sehr gutes Netzwerk“, lobte Kinder. Als die Netzhoppers wegen finanzieller Probleme 2013 in die 2. Bundesliga strafversetzt wurden, führte Culic das Team ungeschlagen sofort wieder in die Bundesliga zurück.
In der laufenden Saison sind die Netzhoppers zwei Spieltage vor Saisonschluss als Tabellenneunter frei von Abstiegssorgen, haben aber auch keine Chance mehr, die Playoffs zu erreichen.
Beim letzten Heimspiel können nicht nur die Sportler gewinnen, sondern auch die Zuschauer. Zu gewinnen gibt es z.B. ein Wochenende mit einem BMW aus dem Auohaus Wernecke in Bestensee oder eine Saisonkarte für 2018/2018. Alles was man dafür tun muss, ist Lose kaufen. Ein Los kostet 1 €.
Der Beitrag Netzhoppers SolWo Königspark KW vor letztem Heimspiel erschien zuerst auf Netzhoppers.
Fanfahrt zum Play-Off-Spiel in Dresden
Wir bieten für das erste Spiel der Play-Offs eine FANFAHRT nach Dresden an.
Datum: Samstag, 17. März
Abfahrt: 13.30 Uhr Potsdamer Busbahnhof
Preis: 15€ inkl. Ticket.
Bezahlung bei Fahrtantritt.
Wer mitfahren möchte, melde sich bitte per Mail oder telefonisch bei Eugen Benzel an.
E-Mail: benzel@sc-potsdam.de
Telefon: 0331 – 626 15 75
Wir hoffen auf viele Unterstützer!
